

Sie ist ausgelegt für Freeride, Enduro und X-Country - je nach gewähltem Scheibendurchmesser! Eine Bremse für alle!
Man kann mit einer Louise daher auch jederzeit ins Hochgebirge, wobei wir anraten, hier am VR+HR zumindest Bremsscheiben mit Druchmesser 180mm oder groesser zu fahren.
Angstbremser (die permanent auf der Bremse "stehen") oder Leute, die inkl. Bike weit über 100kg wiegen, werden die Bremsen ansonsten in einen Grenzbereich bringen, der bis zum Hitzekollaps mit Totalausfall führen kann.
Leuten, die jetzt "ja aber..." rufen, sei eines gesagt: Fahren Sie bitte mit einem 30000 Euro teuren Auto oder einem dicken Motorrad die Timmelsjoch-Passstrasse runter und bremsen sie permanent mit der Bremse....- NEIN, tun sie es lieber nicht, sie würden nämlich nicht weit kommen!
Deshalb: Sich NIE allein auf die Technik verlassen, sondern die Bremsen RICHTIG einsetzen!
Geben Sie der Louise in Verbindung mit kleinen 160mm Scheibendurchmessern auf LANGEN ABFAHRTEN immer wieder Chancen zum Abkühlen und setzen sie sie wohldosiert ein. Dann werden Sie auch in den Alpen keinerlei Probleme mit einer derart spezifizierten Bremsen haben.
Biker der Gewichtsklasse über 100kg sollten jedoch min. zur Louise in der Kombination mit 180mm/180mm (Vr&Hr) oder besser gleich 203mm/203mm (Vr&Hr) Scheibendurchmesser greifen!
Ist das Gelände zu steil für diese Bremstechnik, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als bei einsetzendem Fading anzuhalten und eine kurze Pause einzulegen, oder, wie gesagt, groessere Scheibendurchmesser zu wählen!
Die Louise kann sowohl vorne, als auch hinten mit 160mm, 180mm u. 203mm Ø gefahren werden! Entsprechende Adapter gibt es als Zubehör!
Tipp:
ACHTUNG: Der Klemmring u. die Stützhülse innerhalb des abgelängten Leitungsstücks dürfen NICHT wiederverwendet werden! Es ist zwingend erforderlich einen neuen Klemmring, aber auch eine neue Stützhülse zu verpressen; anderenfalls wird zwischen äußerem Gewebemantel und der eigentlichen Leitung, dem s.g. "Liner", Mineralöl gedrückt - Folge: Ein schwammiger Druckpunkt und Mineralölverlust am anderen Ende der Leitung, dem verpressten Zangenanschluß!! Lediglich die M8x0,75mm Überwurfmutter darf erneut montiert werden! ACHTUNG: Gekürzte Leitung mit eingeschlagener Stützhülse VOR dem erneuten Festschrauben im Griff bis auf Anschlag in diesen schieben!
Ansonsten sei noch folgendes angefügt: Es wird immer wieder von Kunden angeführt, MOTORRAD-Scheibenbremsen würden auch nicht quietschen. Das mag ja stimmen, nur sollte man eines nicht vergessen: Bei einem Motorrad wiegen Bremszange und -scheibe locker mehrere Kilogramm. Beim Fahrrad, wo bekanntlich ALLES dem Gewicht untergeordnet ist, kann die wenig vorhandene Masse zu einer Schwingungsproblematik führen, die wiederum zu Quietschen führen kann (nicht muss). Folglich ist ein Leichtgewicht wie eine Marta Disc eher mit einem Quietschrisiko behaftet als unser Schwergewicht, die Gustav M.
Es wird wohl keinem Hersteller von Scheibenbremsen für Fahrräder gelingen, die herrschenden Gesetze der Physik auszuhebeln. Wenig Gewicht = erhöhte Gefahr von Schwingungen = erhöhte Gefahr von Quietschen. Leute, die nicht auf jedes Gramm schauen (das gilt auch für Anbauteile wie Laufräder, Schnellspanner, Federgabel etc.) wissen schon längst: Sie fahren "ruhiger".
Zu guter Letzt: gemäß unseren Erfahrungen quietschen ALLE Scheibenbremsen bei Nässe, zumindest solange, bis der Wasserfilm auf der Scheibe durchbrochen ist.
Stellen Sie sicher, dass die Aufnahmen an Gabel und Rahmen frei von Farb- und Pulverungsrückständen sind. Sollte das nicht der Fall sein, suchen Sie ein Fachgeschäft - idealerweise einen MAGURA Passion Point auf, der Ihnen mit dem Gnann-o-mat, einer Fräse, Ihre Bremszangen-Aufnahmen so bearbeitet, dass Ihre Bremszange astrein montiert werden kann.
Magura empfiehlt daher, neue Bremsbeläge abseits des Strassenverkehrs, aber vorzugsweise auf Aspahlt, in Ruhe einzubremsen. Hierzu sollten sie ihr Fahrrad etwa 30 Mal aus 30 Km/h abbremsen.
ANSCHLIESSEND empfiehlt es sich, die Beläge noch einmal richtig heiss zu bremsen, wodurch die restlichen aus dem Produktionsprozess der Beläge noch vorhandenen Lösungsmittel aus selbigem austreten. Lassen sie hierfür auf einer übersichtlichen Abfahrt bei langsamem Tempo jeweils EINE Bremse dauerhaft schleifen. Sie werden sehr schnell ein starkes Fading (nachlassende Bremskraft) bemerken, was auf den Austritt der Lösungsmittel hindeutet.
Nach dieser Einbremsphase wird die Bremse auf den folgenden Abfahrten deutlich standfester
Es ist immer davon auszugehen, dass im Falle einer Undichtigkeit in aller Regel die Kolbenlaufbahnen in Bremsgriff und -zange Riefen aufweisen. Der Austausch der Kolben allein hilft also in aller Regel gar nichts bzw. ist nur eine Hilfe von kurzer Dauer!
Deshalb ist im Falle einer Undichtigkeit IMMER der komplette Bremsgriff oder der komplette Bremszylinder auszutauschen!
Ausnahme: Der Deckel des Ausgleichsbehälters und dessen Dichtung, die sog. Membran, auch Balg genannt! Dieser Deckel inkl. Membran ist auch separat erhältlich und kann bei einer Undichtigkeit gewechselt werden!
Ersatzteillisten sind in den Workshop Handbüchern des entsprechenden Bremsenmodells enthalten, die Sie sich im Format A4 bis zum Modelljahr 2000 im Downloadbereich herunterladen können.
Wir weisen darauf hin, dass werksseitig nicht mehr alle Ersatzteile für frühere Baujahre vorhanden sind! Diese werden, soweit möglich, durch kompatible Baujahre des AKTUELLEN Modelljahres ersetzt.
Kontrollieren Sie deshalb REGELMÄSSIG die Dicke Ihrer Beläge!
Verwenden Sie hierfür die mit Ihrer Bremse mitgelieferte Transportsicherung!
Achtung: Die minimale Dicke eines Bremsbelages inkl. Belagsträger beträgt 2,5mm.
Die Bilder, ferner das Workshop Manual ihrer Bremse zeigen Ihnen, wie die Beläge kontrolliert und nötigenfalls gewechselt werden!
Fast sämtliche Beläge, die auf dem Markt als "billiger, länger haltbar etc." verkauft werden sind "GESINTERTE" Beläge. Bei diesen besteht die Belagsmischung gänzlich aus kleinsten Metallspänen und -verbindungen. Bei Verwendung dieser Beläge riskiert man eine Überhitzung der Bremse mit daraus resultierendem TOTALAUSFALL. Sie verlieren sämtliche Garantie- und Haftungsansprüche gegenüber MAGURA!
Ca. 35% der bei MAGURA eingegangenen Reklamationen sind auf die Verwendung von solchen Belägen zurückzuführen! Eine Reparatur erfolgt in diesem Fall NUR GEGEN BERECHNUNG!. Weisen Sie ggf. Ihren Händler darauf hin, auf welch dünnes Eis er sich begibt, wenn er Ihnen solche Beläge verkauft, bzw. zeigen Sie ihm den Ausdruck dieser Seite!
Einmal die Ventidisc in 160mm, 180mm u. 203mm, sowohl als 6-Lochvariante und für Centerlock-Naben; daneben die bekannte SL-Scheibe im Wavedesign des Vorgängermodells bis 2006, ebenfalls in 160mm, 180mm u. (neu) 203mm!
Entsprechende Adapter gibt's als Zubehör (Best. Nr. siehe Zubehör u./o. Workshop Manual) bzw. können bei der Order einer Louise über den lokalen Fachhandel gleich passend bestellt werden!
Die Dicke der Bremsscheibe beträgt neu 2,0mm. Der maximal erlaubte Verschleisswert beträgt 1,7mm (der unserer Erfahrung nach aber nur sehr selten bzw. bei extremsten Gebrauchs- und Umweltbedingungen erreicht wird.).
Die Kolben in der Bremszange werden von einem Vierkantring geführt, der in einer Nut der Bremszange sitzt.
Betätigt man nun den Bremshebel, verformen sich die Dichtringe elastisch in Richtung der Bremsscheibe.
Beim Loslassen des Bremshebels kehren die Dichtringe in Ihre Ausgangsstellung zurück und ziehen den Kolben zurück.
Bei zunehmendem Belagsverschleiss kann sich der Vierkantring ab einem gewissen Punkt nicht mehr weiter verformen und lässt den Kolben 'durchrutschen', was die NACHSTELLUNG der Beläge bewirkt.
Sobald die Beläge die Verschleissgrenze erreicht haben, sind die Kolben BEI MONTIERTEN Belägen zurückzudrücken, zu wechseln, und das ganze Spiel beginnt von vorne.
Nebenstehend das Gesagte in Form einer Skizze sowie als Animation.
Magura verwendet bei allen seinen Scheibenbremsen ein sogenanntes
"offenes System" – wie praktisch alle Hersteller von hydraulischen Scheibenbremsen, die heute auf dem Markt sind.
Die Felgenbremsen HS33 und HS11 hingegen arbeiten mit einem "geschlossenen System".
OFFEN bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Mineralöl dank eines
Ausgleichbehälters (AB) über Ausgleichsbohrungen ins oder aus dem System fließen kann - dies allerdings nur dann, wenn sich der Bremshebel in der Ruheposition befindet.
Auf diese Weise erfolgt ein Volumenausgleich über die sogenannte "Schnüffelbohrung" (2), wenn sich etwa bei starker Erwärmung der Bremse das Mineralöl ausdehnt oder bei Verschleiß der Beläge Mineralöl aus dem AB über die Schnüffel- und große Nachlaufbohrung (1) in den Sekundärraum bzw. ins System nachfließt!
So bleibt im Idealfall der Druckpunkt konstant, anstatt bei abgenutzten Belägen näher zum Lenker zu wandern! Das offene System ermöglicht also die automatische Belagsnachstellung und verhindert zusätzlich, dass die Bremse bei starker Erwärmung "zumacht"!
Von außen betrachtet, ist eine solche hydraulische Scheibenbremse selbstverständlich GESCHLOSSEN – es tritt also weder Mineralöl aus noch kann Luft ins System eindringen, weil das Mineralöl im AB durch eine dünne, flexible Membrane von der Außenluft getrennt ist.
Wenn eines dieser beiden Phänomene auftritt, ist die Bremse entweder unzureichend montiert, nicht korrekt befüllt und entlüftet oder defekt.
Scheibenbremsen von Magura können folglich in jeder Einbaulage montiert und/oder transportiert werden, ohne dass hierzu spezielle Maßnahmen erforderlich sind!
Zur Sicherheit kann der Bremshebel gezogen und mit einem Gummiband am Lenker fixiert werden!
Dadurch überfährt der Kolben im Bremsgriff die Schnüffelbohrung - das System ist jetzt geschlossen - und Luftbläschen, die sich fälschlich im AB befinden (durch falsches Befüllen oder Entlüften) können auf keinen Fall ins System gelangen.
(siehe auch entsprechendes faq: " Riskiert man Luft in die Bremse zu bekommen, wenn man das Bike auf den Kopf stellt oder z.B. auf die Seite legt?" )!
Der häufig genannte Tipp, den Bremshebel zu ziehen und mit einem Gummiband am Lenker zu fixieren, hat folgenden Hintergrund: Dadurch überfährt der Kolben im Bremsgriff die Schnüffelbohrung - das System ist jetzt geschlossen - und Luftbläschen, die sich fälschlich im AB befinden (durch falsches Befüllen oder Entlüften), können auf keinen Fall ins System gelangen (siehe auch entsprechende FAQ: "Riskiert man Luft in die Bremse zu bekommen, wenn man das Bike auf den Kopf stellt oder z.B. auf die Seite legt?" )!
NEIN, bei einer korrekt befüllten Magura-Discbrake normalerweise nicht! Im Ausgleichsbehälter verhindert eine Gummimembran, dass beim Hinlegen oder Auf-den- Kopf-Stellen des Bikes Luft ins System gerät.
ACHTUNG: Befinden sich im Ausgleichsbehälter allerdings Luftblasen, die dort NICHT(!) hingehören (z.B. durch nicht randvoll u. blasenfrei befüllte ABs) u. stellt man das Bike nun auf den Kopf, wandern diese Luftblasen u.U. gefährlich nahe an die Bohrung des Ausgleichsbehälters. Wird jetzt zusätzlich noch der Hebel betätigt, drückt man diese Luftblasen evtl. ins System!
Deshalb: Entweder den Transport auf dem Kopf möglichst vermeiden oder aber vorher den Bremshebel durchziehen und mit einem Einmach-Gummi o.ä. sichern. Hierdurch wird die Ausgleichsbohrung überfahren und die Luftblase hat keine Chance, ins System zu gelangen.
Verwenden Sie ein trockenes, sauberes Tuch zum Reinigen v. Scheibe u. Bremszange! ACHTUNG: Für die Scheibe ein separates Tuch verwenden!
Normalerweise sind warmes Spülwasser und eine Bürste vollkommen ausreichend! ACHTUNG: Öliges Dreckwassser nicht über die Beläge laufen lassen - selbige vorher ausbauen!
Eine verölte Scheibe kann ebenfalls mit warmem Spülwasser gereinigt werden! Anschließend ausreichend mit klarem Wasser spülen!
Alternativ, oder bei extremer Fett- bzw. Öl-Kontamination der Scheibe(!), kann billiger Isopropyl-Alkohol aus der Apotheke, oder der MAGURA Bremsenreiniger verwendet werden!
Vorsicht: Manche "Bremsenreiniger" des Marktes enthalten zweifelhafte Inhaltsstoffe, sind evtl. ökologisch bedenklich u. setzen u.U. sogar die Bremskraft ihrer Scheibenbremse herab
Verölte Beläge sind ZWINGEND zu ersetzen!
Ölen Sie auf KEINEN Fall die Kolben der Bremszange!
Fazit: Keep it simple - warmes Spülwasser und ein bisschen Zeit sind die besten Reinigungsmittel!
Der Siedepunkt v. DOT-Bremsflüssigkeit sinkt dagegen im Laufe der Zeit u.U. auf bis zu +155°C (mind. Nasssiedepunkt v. DOT4)
Fazit: Ein turnusmäßiger Wechsel des MAGURA Mineralöls ist, im Gegensatz. zu DOT-Bremsflüssigkeit, NICHT erforderlich!
Verfärbungen des im Neuzustand blauen Royal Blood Öls ins schwarze hin kommen von Rußpartikeln der Leitung (die damit aus Gründen der UV-Beständigkeit eingefärbt ist), bzw. Abrieb der Kolben und -ringe. Diese schwarze Verfärbung ist kein Grund zur Beunruhigung und hat keinerlei negative Auswirkung auf die Funktion der Bremse.
Übrigens: Manch ein MAGURA-User fährt seit 6-7 Jahren mit einer MAGURA Bremse, ohne sie jemals neu befüllt zu haben.