

MAGURA Performance 6.1
Verschleiss: 4/6
Bremsleistung: 4/6
Fazit: Zuverlässiger Serienbelag mit guten Werten bei Verschleiß und Leistung.
BIKE-URTEIL: SEHR GUT
MAGURA Endurance 6.2
Verschleiss: 5/6
Bremsleistung: 4/6
Fazit: Noch langlebiger als der Serienbelag; beide MAGURA Beläge mit viel Belagsstärke.
BIKE-URTEIL: SEHR GUT
Im MB Scheibenbremsentest in Heft 01/08 konnte die Louise BAT wegen zu geringer Bremsleistung nicht voll überzeugen. Grund waren Serienschwankungen bei den Bremsbelägen, ein Problem, das sich auch bei den Biketests ab und an zeigte. MB-Redakteur André Schmidt montierte deshalb die MAGURA entsprechend skeptisch an sein Dauertest-Bike - war aber nach mehr als 3000 Testkilometern von er Performance der Bremse positiv überrascht. Egal ob schlammige Trails oder lange Abfahrten in den Alpen, die Louise punktete stet mit hoher Bremsleistung. Extreme Dauerbremsungen führten lediglich zu minimaler Druckpunktwanderung . Des weiteren gefiel der die gute Dosierbarkeit mit weichem, nicht zu digitalem Druckpunkt. Von nervigen Quietsch- und Schleifgeräuschen blieb Schmidt praktisch die gesamte Testzeit über verschont. Das Tauschen der "Performance" Beläge erfolgte erst nach rund 2000 Kilometern.
Einziges wirkliches Manko: die dünnen Bremshebel, die bei stärkerer Betätigung in die Finger schneiden. MAGURA hat jedoch reagiert und bringt die Louise BAT des Modelljahres 2009 mit breiterem Hebel. Preis pro Bremse: 159 Euro.
Fazit: Die Louise verzögerte zuverlässig auf mehr als 3000 Kilometern. Top: Auch im Schlamm fühlt sich der Schwabenstopper pudelwohl.
+ Hohe Bremsleistung und Dauerfestigkeit
+ Keine nervigen Quietsch- und Schleifgeräusche
+ Geringer Belagsverschleiß
- Schmaler Hebel schneidet in die Finger
MAGURA Tipp: Der neue Hebel ist selbstverständlich auch als Nachrüstteil erhältlich und kann problemlos auf Louise Modelle des Modelljahres 2008 nachgerüstet werden. Ihr Händler weiss mehr!
FAZIT: Zuverlässiger Stopper, der durch die geänderte Hebelform gut in der Hand liegt und unter allen Bedingungen gut dosierbar bleibt.
Testurteil: SEHR GUT
MAGURA Tipp: Der neue Hebel ist selbstverständlich auch als Nachrüstteil erhältlich und kann problemlos auf Louise Modelle des Modelljahres 2008 nachgerüstet werden. Ihr Händler weiss mehr!
Gesamturteil gut.
Fazit 180mm: Sehr gute Bremsleistung, auch für lange und anspruchsvolle Abfahrten geeignet.
Gesamturteil Sehr gut.
Fazit 203mm: Top-Werte in allen sicherheitsrelevanten Kriterien. Optimal für lange Bremseinheiten.
Gesamturteil Sehr gut.
Bremsfading konnten wir der Louise Bremse auf längeren Abfahrten nicht mit schleifender Bremse nicht abringen, super! Der Verschleiß der vergrösserten Bremsbeläge ist nach ca. 300km Allwettereinsatz unerheblich.
FAZIT: Die neue Louise Scheibenbremse von MAGURA hat sich im MTB-Dauertest mehr als bewährt. Bremsleistung, Dosierbarkeit und Stehvermögen sind 1a, als Zugabe gibt es eine gute Ergonomie und pfiffige Details. Der Preis von 149 Euro für die getestete BAT Version (die Carbon Ausstattung kostet 30 Euro mehr), ist durchaus angemessen, auch Reiserädern sollte die Louise gut zu Gesicht stehen.
Funktion: 10/10
Ausstattung: 9/10
Verarbeitung: 9/10
Preis/Leistung: 8/10
Testurteil: Sehr gut
Erst einen Tag vor der Transcarpatica war das Bike angekommen. Neben einem technischen Schnellcheck, Einstellen der Sattelposition, Abstimmen der Federelemente, war vor allem das Einbremsen der neuen MAGURA Louise wichtig. Dreißigmal beschleunigen und abbremsen bis zum Stillstand. Dann noch ein Asphaltdownhill über eine längere Strecke. Treten und gleichzeitig bremsen. Man riecht förmlich, wie die Bremsbeläge entgasen.
Aber jetzt packen sie so richtig zu. Die Vorteile der neuen Features wie Quickfit Montage des Bremsgriffs und die Einfache Easy Bleed Entlüftung waren durch die perfekte Vormontage bei Hai Bikes für uns kein Thema.
Die 2008er Louise sollte also bei der Transcarpatica für sichere Bremsmanöver sorgen. Gerade auf unbekannten Strecken und bei langen ermüdenden Distanzen ist eine gut zu dosierende Bremsleistung das A&O. Der Druckpunkt ist deutlich zu spüren, die Bremsleistung setzt aber nicht schlagartig ein, sondern ist gut dosierbar, die erzielbare Bremsverzögerung überfordert nicht. Bremsfading von den langen und teils sehr steilen Abfahrten von der Höhenrücken der Beskiden war nicht festzustellen, obwohl nicht die ventilierende Bremsscheibe (Ventidisc) verbaut war, sondern der SL Rotor mit Durchmessern von 180mm am VR und 160mm am HR.
Wohl aber sorgten schon die verrippten Leitungsanschlüsse (Heat Eater) an der Bremszange für zusätzliche Wärmeabfuhr. Der stufenlos einstellbare Leitungsanschluss lässt eine gefällige Leitungsverlegung zu. Die "on-the-fly" Druckpunktverstellung benötigten wir nur einmal und zwar nach dem Einbremsen. Der Verschleiß der Bremsbeläge war durch die trockenen Bedingungen gering. Zudem verlängern die im Vergleich zu früher um 20% vergrösserten Bremsbeläge, die schon beim Vorjahresmodell Verwendung fanden, die Standzeiten deutlich.
Wichtig: Nicht überall in Polen gibt es für die MAGURA Bremsbeläge, das Magura Mineralöl und passende Torx-Schlüssel. So zum Beispiel bei der Transcarpatica oder auch früher einmal bei der Transrockies. Bei Etappenrennen oder langen Touren sollte man sie dabei haben.
FAZIT: Die Magura Louise BAT liefert mit den Scheiben 180/160 problemlose, gut zu kontrollierende Bremspower für Marathons und anspruchsvolle Touren.
Erfreuliche Aussichten auf den Jahrgang 2008 eröffnete schon die nächste Generation der MAGURA Louise, die am Cube Stereo von MB-Testchef Alex Walz Alpencross-Luft schnuppern durfte: Selbst am Tomülspass, als ich über 1000 Höhenmeter immer mindestens einen Finger am Hebel hatte, hat die Neue kein bisschen geschwächelt.
Fazit: Verzögerungsstarke Bremse "Made in Germany" mit unverwechselbarer Optik und zeitgemässen Features.